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Wanderung

Wölbäcker und Hügelgräber aus der Bronzezeit (Br 1)

· 1 Bewertung · Wanderung · Solling-Vogler-Region
Verantwortlich für diesen Inhalt
Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V. Verifizierter Partner  Explorers Choice 
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    Foto: Weserbergland Tourismus e.V.
  • / Weser-Skywalk
    Foto: Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V., Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.
  • / Weser-Skywalk
    Foto: Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V., Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.
m 600 500 400 300 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Weser-Skywalk Weser-Skywalk

 

 

leicht
4,4 km
1:30 h
53 hm
53 hm

Autorentipp

In rund 80 Meter Höhe bietet die Aussichtsplattform des Weser-Skywalk atemberaubende Blicke über das obere Wesertal, Reinhardswald und Solling. Mehr als vier Meter ragt der im März 2011 eröffnete Weser-Skywalk über den Fels der Hannoverschen Klippen hervor, wobei die Besucherinnen und Besucher auf offenen Gitterrosten stehen. So stellt sich schnell das Gefühl ein, über Felsen und Fluss zu „schweben“. Eine Besonderheit zeichnet die Klippen aus: Durch die Südlage heizt sich das Gestein bei Sonnenschein stark auf. Daher gibt es hier viele Wärme liebende Tier- und Pflanzenarten. Wegen seiner Bedeutung für die Natur ist das Gebiet um die Hannoverschen Klippen als FFH-Gebiet (europäisches Naturschutzgebiet) eingetragen.

Profilbild von Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.
Autor
Solling-Vogler-Region im Weserbergland e.V.
Aktualisierung: 01.09.2020

Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Höchster Punkt
302 m
Tiefster Punkt
249 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Weitere Infos und Links

Solling-Vogler-Region im Weserbergland
Touristikzentrum
Lindenstr. 8
37603 Holzminden/ Neuhaus
Telefon 05536/ 960970
info@solling-vogler-region.de
www.solling-vogler-region.de

Start

Parkplatz Brüggefeld (Forellenhof), Parkplatz Skywalk 1 oder Parkplatz Skywalk 2 (Buchenstr.) (260 m)
Koordinaten:
DG
51.659116, 9.436976
GMS
51°39'32.8"N 9°26'13.1"E
UTM
32U 530225 5723215
w3w 
///angenehm.fortschrittliche.wespe

Ziel

Parkplatz Brüggefeld (Forellenhof), Parkplatz Skywalk 1 oder Parkplatz Skywalk 2 (Buchenstr.)

Wegbeschreibung

Wir starten vom Naturparkplatz gegenüber dem ehemaligen Gasthaus Solling-Forellenhof. Im hinteren Bereich des Parkplatzes führen zwei Pfade in den Buchen- und Eichenhochwald; wir wählen den linken. Ein Schild „Rundweg Hügelgräber“ weist den Weg, weitere in Folge informieren uns u. a. über die Art der Verrottung von Buchenstämmen und die für diesen Wald typischen Wölbäcker. Wölbäcker entstanden bis ins Mittelalter durch die Verwendung nicht wendbarer Pflugschare . Die eisernen Pflüge wurden von Ochsen oder Pferden gezogen. Sie konnten die Ackerkrume nur in eine Richtung wenden, dadurch wurde durch langjähriges Pflügen in dieser Weise immer mehr Ackerkrume zur Mitte hin verlagert. Warum zwischen dem 13. und 15.Jahrhundert in diesem Gebiet zahlreiche Dörfer, zu denen die Wölbäcker gehörten, verschwanden, wird unter H istorikern immer noch kontrovers diskutiert. Sicher ist, dass a uch die in unmittelbarer Nähe ehemalige Siedlung Schmeeßen 1447 aufgegeben wurde. Weiter geht es an majestätischen Eichen und mächtigen Fichten vorbei. Nach ca. 500 m biegt unser Weg, obwohl es auch geradeaus weitergeht, links ab; wir folgen dem Rundwanderweg. 400 m später, rechts geht es direkt in das Hügelgrabfeld, bleiben wir auf unserem Wanderweg. Die bronzezeitlichen Hügelgräber bestehen aus gestreckten oder ovalen Erdaufschüttungen, unter denen sich Gräber befinden. Entweder wurden hier Verstorbene bestattet oder es wurden Urnen beigesetzt bzw. Leichenbrand verstreut. Nach wenigen Metern stoßen wir auf den Schmeesser Taufstein. Der Taufstein soll in der Kirche des Dorfes Schmeeßen gestanden haben. Wahrscheinlicher ist, dass der Stein als Balkenfuß oder Sockelstein eines Holzkreuzes gedient hat. Von dem Stein geht die Sage aus, dass in seinem Becken, einer ausgehauenen Vertiefung, nie das Wasser austrocknet, mag die Sonne noch so heiß auf die Sollinghöhen herabscheinen. Kurz nach dem Taufstein biegen wir links ab. Nach wenigen Metern treffen wir auf den kleinen Schmeesser Teich, hinter dem wir rechts auf einem kleinen Damm in Richtung Schmeesser Grabung gehen. Die bedeutende mittelalterliche Ortswüstung wurde den Ergebnissen der Grabungen zufolge bereits zu karolingischer Zeit um 800 gegründet. Das für den Ober- Weserraum typische große, rechteckige Wohnturmgebäude, das im Erdgeschoss als Kirche diente, wurde vermutlich im 12. Jh. errichtet. Nach eingehender Besichtigung der Grabungsstelle kehren wir auf unseren Wanderweg zurück und biegen nach wenigen Metern rechts, links steht eine Buntsandsteinstele, in den Wald ab; wir gehen nicht in Richtung asphaltierter Waldstraße. Wir treffen auf eine Wegekreuzung, wandern geradeaus und stoßen auf die Märcheneiche; ein über 800 Jahre alter Eichentorso, der zu märchenhaften Phantasien anregt. An der nächsten Wegkreuzung halten wir uns rechts, kommen an einer Schutzhütte vorbei und biegen nach 80 m links in einen Waldpfad ab. Rechter Hand erkennen wir einen alten Grenzgraben mit Wall, der uns bis zu einer mit knorrigen Eichen gesäumten Waldlichtung begleitet. Hier halten wir uns rechts und folgen dem Waldweg, bis wir auf eine geschotterte Forststraße, die vom Buchenstrang kommt, stoßen. Aus der Ferne klingen die Arbeitsgeräusche der Karlshafener Buntsandsteinbrüche herüber. Wir setzen unseren Weg rechts fort und passieren nach wenigen Metern wieder das rechts liegende ausgedehnte Hügelgrabfeld; leider verhindert der junge Buchenwald den Blick auf die Hügel; links fällt der Wald steil zum Ferriesgrund hinab. Nach 750 Metern Forststraße sollten nur sehr erfahrene Wanderer die Schotterstraße links verlassen, um auf kaum zu erkennenden Waldpfad oberhalb des Ferriesgrundes einen kurzen Ausflug durch ausgedehnten Buchenhochwald zu machen; schon nach 300 m geht es dann rechts wieder zurück auf die Forststraße. Wer nicht so mutig ist, bleibt auf der Waldstraße. An einer Buntsandsteinsäule, links am Wegesrand, biegen wir rechts in den Hochwald ab und setzen unseren Weg auf naturnahem Waldweg fort. Wer den Skywalk besuchen will, bleibt auf der Forststraße, bis er auf die Kreisstraße trifft, die von Karlshafen heraufkommend nach Brüggefeld führt. Für ca. 200 m folgt man den Hinweisschildern und hat den Skywalk mit aufsehenerregenden Blicken auf Karlshafen und die unten dahinfließende Weser erreicht. Zurück geht es wieder auf demselben Weg bis zur Buntsandsteinsäule. Der wildromantische Waldweg stößt bald auf eine Waldlichtung, die wir überqueren. Geradeaus geht es weiter und nach 500 m haben wir unseren Ziel- und Startpunkt wieder erreicht.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Nächstgelegener Bahnhof: Bad Karlshafen. Von dort sind es ca. 2 km bis zu den Skywalk Parkplätzen.

Anfahrt

Von Beverungen über die B 241 Richtung Uslar und rechts in das Brüggefeld einbiegen. Von Uslar über die B 241 Richung Beverung und kurz vorm Ort rechts in das Brüggefeld einbiegen. Wer an  den Skywalk Parkplätzen parken möchte, fährt das Brüggefeld bis zum Ende und biegt rechts auf die K 77.

Parken

1. Solling-Forellenhof in Brüggefeld

2. Skywalk 1

3. Skywalk 2

Koordinaten

DG
51.659116, 9.436976
GMS
51°39'32.8"N 9°26'13.1"E
UTM
32U 530225 5723215
w3w 
///angenehm.fortschrittliche.wespe
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

festes Schuhwerk, evtl. Selbstverpflegung aus Rucksack

Fragen & Antworten

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Bewertungen

1,0
(1)
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Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
4,4 km
Dauer
1:30h
Aufstieg
53 hm
Abstieg
53 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit

Statistik

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