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Historische Form der Waldnutzung

Führung durch den Hutewald Solling stellt Bedeutung der vierbeinigen Landschaftspfleger in den Fokus

Einst waren Nutztiere im Wald kein ungewöhnlicher Anblick. Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein trieben viele Bauern ihr Vieh zum Mästen in den Wald. Dort ernährten sich die Vierbeiner von Eicheln, Bucheckern, aber auch Baumrinde und jungen Trieben. Die sogenannte „Hutung“ war zum einen eine wichtige Lebensgrundlage für die ländliche Bevölkerung, zum anderen hinterließ sie aber auch unverwechselbare Spuren in der Natur. Denn dort, wo Tiere die Wälder bewirtschafteten, entstanden durch den Verbiss der Vierbeiner die so typischen hellen und offenen Wälder mit einem geringen Unterwuchs und einem hohen Anteil von Mastbaumarten wie Eichen oder Buchen.

Heute dominieren zumeist moderne Wirtschaftswälder das Landschaftsbild. Doch in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland (SVR) ist die historische Nutzung des Waldes immer noch präsent. Denn seit dem Jahr 2000 grasen im Hutewald Solling der Niedersächsischen Landesforsten wieder große Nutztiere. Robuste Exmoor-Ponys und Heckrinder – Nachfahren des als Ur-Rinds geltenden Auerochsen – sorgen als vierbeinige Landschaftspfleger mit ihren Zähnen und Hufen für ein ganz besonderes Waldbild, das von viel Helligkeit und wenig Verbuschung geprägt ist. Durch diese schonende Art der Flächenbewirtschaftung können sogar seltene Tier- und Pflanzenarten langfristig erhalten und gefördert werden.

Wer mehr über das Naturschutzprojekt, seine Bedeutung und die Bewohner des Hutewalds erfahren möchte, hat die Chance dazu bei einer geführten Wanderung, die am 10. September im Rahmen des bundesweiten Tags des offenen Denkmals stattfindet. Um 14 Uhr startet die Führung am Mittelalterhaus Nienover. Erwachsene zahlen vier, Kinder zwei Euro. Hunde sind im Gebiet des Hutewalds nicht erlaubt.

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